Wilhelm Georg Friedrich von Oranien-Nassau war der jüngste Sohn des letzten Statthalters, Wilhelm V. genannt, und der jüngere Bruder des ersten Königs der Niederlande, Wilhelm I. Er war ein begeisternder Anführer der Streitkräfte, der trotz einer unangenehmen Schulterverletzung mutig gegen die Franzosen kämpfte.

Schulterverletzung

Wilhelm Georg Friedrich - sein Spitzname war Fritz - genoss eine militärische Ausbildung und begann seine Laufbahn 1792 als Generalleutnant der Kavallerie und Großmeister der Artillerie. Er zog in den Kampf gegen Frankreich, das die Niederlande bedrohte, und stand dabei immer selbst an vorderster Front. Im September 1793 wurde er bei einer Schlacht im flämischen Wervik von einem Schuss in der Schulter getroffen. Seine Wunde ist nie richtig verheilt.

Große Liebe

1795 flüchtete die Familie Oranien-Nassau vor Napoleon nach England. Dort begegnete Friedrich seiner großen Liebe: Prinzessin Mary, die Tochter von König Georg III. Mary war jedoch der Auffassung, dass erst ihre Schwestern heiraten müssten. Letztendlich schloss sie den Bund der Ehe mit einem anderen.

Schicksalhafte Nacht

In seinen letzten Jahren trat Friedrich in österreichische Dienste. Hier besuchte er, der sich von seiner Schulterverletzung noch immer nicht erholt hatte, die kranken Soldaten in Italien. Nachdem Friedrich hohes Fieber bekommen hatte, starb er schließlich in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 1799 in den Armen seines Adjutanten - im Alter von 24 Jahren. Er wurde in der italienischen Stadt Padua begraben, 1896 jedoch auf Anregen von Königin Emma in die königlichen Gruften in der Neuen Kirche zu Delft überführt. Das Grabmal des italienischen Bildhauers Antonio Canova kam gleich mit und ist heute hinter dem Prunkgrab seines ältesten Bruders, Wilhelm I., zu sehen.

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